FAQ

In dieser Rubrik, die laufend erweitert wird, werden ab sofort einige der Fragen behandelt, die unser Team häufiger als andere erreicht haben bzw. immer wieder gestellt werden.

Wieso soll ich noch blitzen? Die neuen Kameras liefern auch bei hohen ISO-Werten eine prima Qualität und man kann dann mit LED und FL-Leuchten arbeiten.
  1. Mit den kurzen Leuchtzeiten (und schnellen Blitzfolgen) aktueller Kompaktblitze und Generatoren lassen sich Bewegungen “einfrieren“.
  2. Blitzlicht ist besonders effektiv. Speziell wenn man Draußen z.B. bei direktem Sonnenlicht arbeitet, reicht die Leistung üblicher Dauerlichtquellen nicht aus.
  3. Im Unterschied zu vielen Dauerlichtquellen können prof. Blitzgeräte über einen großen Bereich in der Leistung verändert werden, so können sie optimal an die Bildidee und eventuell vorhandenes Licht angepasst werden.
  4. Im Unterschied zu vielen Dauerlichtquellen verändern prof. Blitzgeräte bei Leistungsänderung kaum die Farbtemperatur.
  5. Blitzlicht hat eine gute Farbwiedergabe (CRI 95). Moderne Dauerlichtquellen wie LED und FL-Lampen liegen oft weit darunter (CRI 90 oder schlechter).
  6. Bei Verwendung hochauflösender Kameras sorgt die kurze Leuchtzeit hochwertiger Blitzgeräte für die Ausnutzung der vollen Auflösung – Verwacklung und Erschütterung (Verschluss/Spiegel) werden vermieden.
  7. Für professionelle Blitzgeräte wird ein besonders umfangreiches Sortiment an Lichtformern angeboten. Dies erweitert die kreativen Möglichkeiten.
  8. Bei Verwendung von Blitzgeräten kann man Blitz- und Dauerlicht teilweise unabhängig steuern: Durch Änderung der Belichtungszeit beeinflusst man primär die Intensität des Dauerlichtes (z.B. Tageslicht).
Wieso gibt es Blitzgeräte, bei denen man mit Belichtungszeiten unterhalb der „Synchronzeit“ blitzen kann? Geht das auch mit Hensel?

Bei der sog. „Synchronzeit“ handelt es sich um die kürzeste Zeit, bei der ein Schlitzverschluss den Sensor zur Belichtung vollständig freigibt. Im Falle kürzerer Zeiten wir partiell belichtet (der Verschluss läuft quasi wie ein Scanner „streifenweise“ vor dem Sensor ab), bei längeren Zeiten erfolgt die Belichtung hingegen stets ganzflächig. Deshalb kann man alle Verschlusszeiten, die länger als die Synchronzeit sind, problemlos mit einem Blitz synchronisieren. Bei kürzeren Zeiten erfolgt aber nur eine teilweise Belichtung, sie führen in Kombination mit üblichen Blitzen zu starken Abschattungen. Ursache dafür ist der kurze Lichtimpuls (die „Leuchtzeit“), welcher bei prof. Blitzgeräten heutzutage meist im Bereich zwischen 1/1000-1/10.000s liegt.

Die Ablaufgeschwindigkeit aktueller Schlitzverschlüsse liegt bei Zeiten unterhalb der Synchronzeit – welche treffender mit dem Begriff „Volloffenzeit“ bezeichnet wird – stets im Bereich zwischen 1/160 und 1/320s. Dies bedeutet, dass man mittels langer Leuchtzeiten oder eines „gepulsten“ Blitzes auch kürzere Belichtungszeiten als die „Synchronzeit“ zum Blitzen verwenden kann. Allerdings müssen sowohl die Kamera wie der Funksynchro-Sender eine solche Funktion unterstützen.

Der Nachteil langer Leuchtzeiten bzw. eines gepulsten Blitzes ist, dass man nicht mehr durch einen kurzen Lichtimpuls schnelle Bewegungen festhalten kann. Dies muss dann (quasi wie bei Dauerlicht) mittels kurzer Verschlusszeiten erfolgen, was aber natürlich gleichzeitig die Lichtmenge des Blitzgerätes reduziert. So ist es auch nur noch bedingt möglich, die Intensität des Blitzes nahezu unabhängig von der des vorhandenen Dauerlichtes zu steuern. Viele Blitzgeräte liefern zudem bei Nutzung dieser Funktion von vornherein eine sehr geringe Lichtleistung, was deren Einsatz nicht nur bei hellem Sonnenlicht stark einschränkt. Es gibt neuerdings sogar Blitze, welche stets eine sehr lange Leuchtzeit (1/200s) zwecks Nutzung kurzer Belichtungszeiten aufweisen und die somit eigentlich eher als eine Art Dauerlichtquelle bezeichnet werden müssen!

Ideal für die Arbeit mit Blitzlicht nicht nur ausserhalb des Studios sind Kameras mit Zentralverschluss, welcher sich prinzipbedingt über den gesamten Zeitenbereich synchronisieren lässt. Nur werden solche Kameras leider immer seltener und sind zudem relativ teuer.

Auch viele Hensel-Blitzgeräte erlauben die Verwendung kürzerer Belichtungszeiten mit Schlitzverschlusskameras: Meist im Bereich höherer Leistungen weisen sie eine längere Leuchtzeit auf, welche die Synchronisation mit Verschlusszeiten bis hinab auf 1/2000s, oft sogar 1/4000s oder kürzer, ermöglicht. Voraussetzung hierfür sind eine geeignete Kamera sowie ein Sender & Empfänger mit „HyperSync®“-Funktionalität z.B. von PocketWizard. Viele Fotografen nutzen diese Technik erfolgreich mit Porty-Generatoren. Nähere Informationen gibt es hier.

Ferner arbeiten wir bereits an einer Lösung, welche die HyperSync-Funktion optimal integriert, ohne die grundsätzlichen Vorteile eines Blitzes aufzuheben.

Stimmt es wirklich, dass die Hensel-Geräte in Deutschland gebaut werden?

Ja! Das sagen wir gerne und auch mit Stolz. Die Entwicklung und die Produktion der Geräte erfolgen in Deutschland! Wer mag, kann uns auch gerne hier in unserem Video „über die Schulter schauen“.

Wie kann es sein, dass ich am Porty Lithium in Verbindung mit dem Netzteileinschub Blitzköpfe mit 12 V und 230 V Einstelllicht gleichzeitig betreiben kann? Geht da nichts kaputt?

Das geht, ohne Probleme und der Grund dafür ist ganz simpel: Die Hensel-Blitzköpfe arbeiten mit eigens dafür codierten Steckern. Einfach ausgedrückt, erkennt der Generator über die sogenannte Steckerbelegung z. B. welche max. Leistung die Blitzröhre hat und mit welcher Spannung das Einstelllicht betrieben wird. Die entsprechenden Leistungen liegen immer an den entsprechenden Pins der Gerätebuchsen bzw. der Anschlusskabel. Sie können sicher sein und das im doppelten Wortsinn!

Gibt es tatsächlich ein Kompaktblitzgerät, das 40 Blitze in der Sekunde schafft?

Jawohl! Und wenn gewünscht, noch mit Leuchtzeiten bis zu einer 1/100.000 s. Eine komplett neue Netzteiltechnologie und eine ausgeklügelte Schaltungstechnik, bei welcher Kapazitätsschaltung und elektronische Blitzabschaltung miteinander kombiniert werden, machen das möglich. Dazu jede Menge Steuermöglichkeiten, freemask an Bord und für 24-Std.-Dauerbetrieb geeignet.

Worum handelt es sich eigentlich bei freemask? Das habe ich schon öfters gehört, kann mir aber nicht wirklich einen Reim darauf machen.

Da machen wir es uns ganz einfach: Die freemask-Broschüre und die Anwendungsvideos sollten eigentlich alle diesbezüglichen Fragen beantworten: Download Broschüre (PDF, 220 KB)

Ich habe gehört, dass ich unter Umständen eine Unbedenklichkeitsbescheinigung für meine Akku-Generatoren beim Check-In am Flughafen vorzeigen muss.

Die Kontrollen werden immer strenger und Sicherheit hat im Luftverkehr die höchste Priorität. Natürlich erfüllen unsere Li-Akkus sämtliche aktuellen Vorgaben.

Bescheinigung für Porty mit Lithium-Akku: Download (PDF, 280 KB)

Bescheinigung für Porty mit Blei-Gel-Akku: Download (PDF, 46 KB)

Kann, nachdem der Netzstecker gezogen wurde, wirklich noch Strom im Gerät sein?

Ja! Blitzgeräte arbeiten mit Kondensatoren als Speicher für die Energie, welche dort gesammelt und bei der Auslösung „blitzschnell“ über die Blitzröhre als Lichtimpuls abgegeben wird. Wird also nur der Netzstecker gezogen bzw. das Gerät abgeschaltet, kann sich immer noch Ladung in den Kondensatoren befinden.Je nach Gerätetyp wird die Ladung entweder beim Ausschalten automatisch abgeblitzt, durch Widerstände abgebaut oder baut sich, zeitbedingt, von alleine ab.Aber selbst nach dem Abblitzen von Hand ist noch eine gewisse Restspannung in den Kondensatoren. Also unbedingt darauf achten, dass vor allen Reparaturarbeiten die Kondensatorspannung wirklich vollkommen entladen/abgebaut wurde.

Wie lange gewährt Hensel Garantie?

Die Dauer der Garantie für alle Hensel-Geräte liegt in Deutschland bei 36 Monaten! Das gibt Sicherheit und schafft Vertrauen. Darüber hinaus versprechen wir: Egal wie alt Ihr Hensel-Gerät ist, wir bieten umfassende Serviceleistungen und haben teilweise auch für 40 Jahre alte Geräte noch Ersatzteile gelagert.

Wann steht die kürzeste Leuchtzeit bei einem Blitzgerät zur Verfügung?

Dazu kann man nur pauschal antworten, da es verschiedene technische Varianten der Regelung und der Steuerung gibt. Prinzipiell gilt, dass bei Studio-Blitzgeräten meist die kleinste Leistung nicht automatisch auch die kürzeste Leuchtzeit liefert. Das ist in aller Regel nur bei Aufsteckblitzen so der Fall.
Beispiel hierfür: die neuen Expert D oder auch die Porty L Geräte von Hensel.
Beide Serien liefern schon im mittleren Leistungsbereich die kürzesten Leuchtzeiten. Die Expert D Geräte z. B. liegen bei einer Leuchtzeit von ca. 1/ 5.600 s (t 0,5) bei der Leistungseinstellung 8.4. Das kann in der Praxis oft entscheidend für eine gelungene Aufnahme sein. Geräte, die nur bei kleiner Leistung schnell abblitzen, sind meist schlicht zu schwach für viele Anwendungen! Oft findet man diese Hinweise aber nicht im Katalog, sondern nur in der Bedienungsanleitung bzw. im Datenblatt.
Prinzipiell gilt dies auch für Generatoren, wobei hier noch weitere Faktoren, insbesondere die Bauart und Anzahl der angeschlossenen Blitzköpfe, zu beachten sind.

Hier gibt es eine Liste mit den Leuchtzeiten aller aktuellen Hensel-Kompaktblitzgeräte.

Meine alten Blitzgeräte haben keine Lüfter und sind daher natürlich leiser als aktuelle Geräte. Warum kommt man heute nicht mehr ohne Lüfter aus?

Historische Blitzgeräte, gleich ob Kompakt oder Generator, hatten deutlich langsamere Blitzfolgezeiten und längere Leuchtzeiten als aktuelle Geräte. Nicht nur bei Hensel. Auch wurden sie zu analogen Zeiten weit weniger beansprucht, höchst selten hat man mehrere hundert Aufnahmen kontinuierlich gemacht.

Ein Bestseller in den 90er-Jahren war unser Contra E 500, der bei max. Leistung alle 2,1s blitzte. Seine kürzeste Leuchtzeit betrug 1/1300s: Hier konnte man gut auf einen Lüfter verzichten. Der aktuelle Expert D 500 feuert selbst bei 100% Energie alle 0,5 s einen Blitz und das dauerhaft, ferner erreicht er Leuchtzeiten bis zu 1/5600s. Eine solche Performance war vor nicht allzu langer Zeit nicht einmal mit den teuersten Blitzgeneratoren machbar! Auf Autos übertragen vergleichen wir quasi einen VW Käfer mit einem Porsche Carrera.

Insgesamt muss der Luftdurchsatz an die Leistung der Geräte angepasst werden. So hat z. B. der Expert D 500 nicht nur 300 W Halogen-Einstelllicht sondern auch eine sehr hohe Ladeleistung und schafft bis zu 9 Blitze die Sekunde! Hohe Ströme ermöglichen kürzeste Leuchtzeiten. Wer so eine Performance bietet, muss auch für eine entsprechende Kühlung sorgen. Wenn es sein muss, „pustet“ der Lüfter alle warme Luft zuverlässig aus dem Gerät. Dabei kann er (bei hohen Leistungen) etwas lauter werden. Der Lüfter ist temperaturgesteuert, d. h. im normalen Betrieb kaum zu hören. Wenn es aber richtig „zur Sache geht“, kann man sich sicher auf die Dauerbelastbarkeit der Geräte verlassen und der Lüfter erhöht zuverlässig den Luftdurchsatz im Gerät.  Zudem verlängert die effiziente Kühlung auch die Lebensdauer der Geräte – Hitze ist ein großer Feind jeglicher Elektronik.

Welche Lichtleistungen sind über größere Entfernungen zu realisieren?

Eine Übersicht erreichbarer Blendenwerte aus 15 m Entfernung.
Messstrecke 15 m – Outdoor (keine Raumreflexion etc.)
ISO 100, 1/250 s (keine messbare Beeinflussung durch Umgebungslicht)
Porty L 1200, EH Pro Mini 1200 Head, volle Leistung

Bitte klicken Sie hier, um sich die Tabelle anzeigen zu lassen. (PDF, 42 KB)

Wir haben einige gängige Reflektoren gemessen, um eine grobe Orientierung zu ermöglichen. Zumindest annähernd lassen sich die Werte auch auf ähnliche Bauformen übertragen. Daten aller Reflektoren und eine schöne Vergleichsmöglichkeit der unterschiedlichen Ausleuchtungscharakteristika finden Sie in unserem Lichtformervergleich.

Licht nimmt im Quadrat zur Entfernung ab, deshalb ist es stets die beste Lösung, die Lichtquelle(n) so nahe wie möglich am Motiv zu platzieren: Dies erhöht die Lichtausbeute und reduziert Streulicht. Statt einer großen Softbox aus großer Entfernung, macht eine kleinere aus geringer Entfernung oft mehr Sinn.

Warum ereignen sich die meisten Einstelllampen-Defekte eigentlich beim Einschalten?

Das ist auf den kurzzeitig deutlich höheren Strom, der beim Einschalten fließt, zurückzuführen. Die Halogenlampe hat im kalten Zustand einen geringeren Widerstand als im Betrieb. Der geringere Widerstand führt während des Einschaltens zu einem höheren Strom, welcher dann bei schon älteren Lampen leicht zum Durchbrennen führen kann.

Wie kann ich die Lebensdauer meiner Einstelllampen verlängern?

Zum Beispiel indem ich mit Hensel-Geräten arbeite!
Bei den meisten Kompaktgeräten werden die Einstelllampen bei voller Leistung nicht mit der vollen Netzspannung betrieben. Je nach Lampentyp können ca. 10-20 V weniger die Lampenlebensdauer um das 10-20-fache erhöhen. Eine weitere Möglichkeit ist die auto-matische Einstelllichtsparschaltung. Diese sorgt bei Nichtgebrauch (Zeitspanne einstellbar) des Gerätes für das automatische Dimmen der Halogenlampe. Dadurch erhöht sich spürbar deren Lebenserwartung und man spart zusätzlich Energie.
Und natürlich ist auch noch ein schonender Umgang wichtig! Bereits angeschaltete Lampen reagieren besonders empfindlich auf Stöße und Erschütterungen. Eine heiße Glühwendel bricht deutlich leichter als eine kalte. Wer diese Punkte beachtet, hat weniger Ärger und kann noch dazu Geld sparen!

Muss ich mir Gedanken machen, wenn mein Expert D Gerät Geräusche macht?

Um die Performance eines Expert D überhaupt in einem Kompaktblitz zu ermöglichen, kommt man u. a. nicht um die Verwendung sogenannter Schaltnetzteile herum. Ansonsten würden die Geräte zu groß und zu schwer.

Schaltnetzteile arbeiten mit hohen Schaltfrequenzen. Dabei können Geräusche entstehen, die völlig normal und in Ordnung sind. Selbst kleine Schaltnetzteile wie in Computern oder Fernsehern sind selten völlig geräuschlos. In professionellen Blitzgeräten werden weit leistungsstärkere Netzteile verbaut als in Computern oder in der Unterhaltungselektronik. Leistungsfähigere Schaltnetzteile sind leider auch geräuschintensiver.

Wer das Arbeiten mit konventionellen Geräten gewohnt ist, empfindet es im ersten Moment recht ungewöhnlich, wenn die Blitzgeräte im Betrieb summen und knistern. Für solche Geräte ist das aber völlig normal, technisch absolut kein Problem. Dabei hängt die Intensität der Geräusche auch von der Qualität der Netzversorgung und Betriebstemperatur ab.